2012/13

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K2: 5.Mannschaft gewinnt 6½ :1½ gegen SG Anderssen/N.1978 3

Kategorie: 5.Mannschaft  2262 hits

Berg Portrait 2010Langes Wasser, kurzes Feuer. Als Strohfeuer erwies sich der furiose Auftakt der Schachfreunde aus Langwasser in der 6.Runde der Kreisliga 2 2012/13.

5 SW Nürnberg Süd 5 DWZ - SG Anderssen/Nürnberg 1978 3 DWZ 6½ - 1½
1 2 Meulner, Fabian 1756 - 1 Heidt, Eduard 1751 1 - 0
2 3 Chadwell, Eugene 1704 - 2 Heidt, Andreas 1707 ½ - ½
3 4 Llugiq, Bajram 1676 - 4 Nagel, Felix 1574 0 - 1
4 5 Bala, Claudiu 1707 - 5 Dietrich, Thomas 1623 1 - 0
5 6 Krasotin, Valentin 1698 - 6 Pohl, Rainer 1557 1 - 0
6 7 Babichev, Vyacheslav 1646 - 8 Töpfer, Friedrich 1518 1 - 0
7 8 Kirch, Fritz 1694 - 9 Keller, Adam 1408 1 - 0
8 9 Berg, Winfried 1638 - 10 Bode, Sascha 1238 1 - 0
Schnitt: 1689 - Schnitt: 1547  

 

Bajram gelang es nicht, auf die Euphoriebremse zu treten (wer könnte das besser verstehen als ich). In einer Bombenstellung zündete selbige an der falschen Stelle.

Daher: 0:1

Valentin zog es schon wieder dringend zum Fernseher nach Hause. Meine erste Vermutung, dass am Freitag um 20:15 Uhr irgendein Mehrteiler läuft, erwies sich als falsch. Meine weitere Programmsuche ließ nunmehr einen anderen Verdacht aufkommen. Er guckt nicht nur am Freitag um 20:15 Uhr auf Pro 7 Ghostwriter, sondern ist einer: Blitzschnell auftauchen, siegen, verschwinden.

Daher: 1:1

Eugene beruhigte dann alle Nerven. Er erklärte mir, dass remisierende Schachspieler die „Guten“ sind und zeigte mir auch sogleich, dass er zu den Guten gehörte.

Daher: 1 ½ : 1 ½.

In der Zwischenzeit bot mir mein Gegner Remis an, aber da ich einen schlechten Charakter habe, lehnte ich ab, zumal mir zu diesem Zeitpunkt alle Stellungen unklar erschienen. Unterstützt wurde ich durch die fundierten Aussagen der anwesenden Vereinsgrößen. Auf mein Frage, wie der Wettkampf einzuschätzen sei, erhielt ich folgende Antworten:

  1. Na ja.
  2. Basst scho.
  3. Ihr macht des scho.

An dieser Stelle wurde mir die Bedeutung der DWZ-Unterschiede klar. Ich spielte also weiter.

Fritz entschied sich zwischenzeitlich, den europaweiten Fleischskandal auf die schachliche Ebene zu erstrecken. Mit einer Pferdegabel drückte er seinen Gegner an die Wand, bis er flach wie eine Lasagne war.

Daher: 2 ½ : 1 ½.

Bala steckte seine Niederlage vom letzten Mal weg und seinen Gegner in die Tasche. Da im Schach die Gefühle eine dominierende Rolle spielen, hatte ich das Gefühl, dass er nie ernsthaft in Gefahr war.

Daher: 3 ½ : 1 ½.

Um Vyacheslav mache ich mir ein wenig Sorgen. Ich hörte nichts von ihm, keine Regelauslegung, kein Kommentar, nichts. Heimlich, still und leise gewann er seine Partie.

Daher: 4 ½ : 1 ½.

Unterdessen hatte ich meinen Gegner, der sich überraschend stark gewehrt hat, endlich im Netz und konnte in aller Ruhe zur Fischvariante übergehen: Zappeln lassen, bis ihm die Luft ausgeht. Zur Atemnot kam dann noch seine Zeitnot. Aber erst auf Anraten eines Vereinskollegen gab er den Kampf „König gegen den Rest der Welt“ auf.

Daher: 5 ½ : 1 ½.

Fabian spielte die aus der Endspieltechnik bekannte „Treppe“ bereits in der Eröffnung: Zug machen, an die Treppe stellen, quatschen, Zug machen, an die Treppe stellen usw. Hieraus kann man wieder deutlich sehen, wie wichtig Grundtechniken im Schach sind.

Daher: 6 ½ : 1 ½.

Fazit: Ein toller Sieg, obwohl wir „,mit 8“ gespielt haben und Fritz ohne Zeitnot. Schach ist halt doch Mathematik: Es gibt notwendige und hinreichende Bedingungen.

RangMannschaft12345678910MPktBPkt
1. SW Nürnberg Süd 5 **   4 6 4   6   16 - 1 32,0 - 15,0
2. SK Nürnberg 1911 3   ** 5 5   4   5 16 - 1 29,0 - 19,0
3. SW Nürnberg Süd 6 3 3 **   4     10 - 7 25,5 - 21,5
4. Zabo-Eintracht Nürnberg 4 2 3   **   5 3   9 - 9 22,0 - 26,0